Rückforderung vom Jobcenter wegen Überzahlung im Oktober ohne Erklärung der Berechnungsgrundlage

  • Hallo Leute,

    Ich war seit 2014 im ALG 2-Bezug da ich Krankheitsbedingt nicht mehr Vollzeit und auch nicht mehr richtig Teilzeit arbeiten konnte. Atteste sowie meinen Schwerbehindertenausweis bzw Bescheid habe ich dem Jobcenter vorgelegt, woraufhin ein Gutachten ueber meine Erwerbsfaehigkeit erstellt wurde.

    Im juli 2025 habe ich einen Weiterbewilligungsantrag gestellt und auch bewilligt bekommen, Monatlich bekam ich 914,17 Euro ausgezahlt. Kurz vor Oktober wurde ich vom Jobcenter aufgefordert einen Antrag auf Grundsicherung zu stellen, und bin dem auch nachgekommen.

    Ich habe dann kurz nach Oktober einen Arbeitsvertrag fuer einen Minijob mit fiktivem Verdienst von 551,20 Euro im Monat, auf 42 Stunden im Monat unteschrieben und fing in der Arbeit offiziell am 6ten Oktober 2025 an.

    Dies habe ich unverzueglich dem Jobcenter mitgeteilt, kurz nach Monatsanfang November habe ich dann auch die Lohnabrechnung mitgeteilt. Fuer den Oktober erhielt ich von meinem Arbeitgeber 453,11 Brutto, wovon Netto 436,46 auf meinem Konto gelandet sind. Ende Oktober wurde mir fuer den November vom Jobcenter ein Betrag von 556,61 Ueberwiesen. Fuer den November wurde mir kein Aenderungsbescheid zugestellt.

    Da ich in der Vergangenheit oefters MInijobs hatte mit unterschiedlichen Monatsverdiensten bekam ich immer bei EInsendung der Lohnabrechnungen eine Korrektur der jeweiligen Monate in form eines Aenderungsbescheides.

    Ich ging jetzt erstmal davon aus dass das Jobcenter also von meinem Arbeitsbeginn notiz genommen hat und meinen Verdienst eingerechnet hat, was sich spaeter als falsch herausstellte, als mir auffiel dass das Jobcenter fiktiv von einem Lohn von 551,20 Euro ausgegangen ist.

    Ich habe dies auch Nachtraeglich nochmal erneut mit einsendnung der Lohnabrechnung gegenueber dem Jobcenter belegt dass die Berechnung fuer den Monat November falsch sein muss

    Nach meiner Information und Recherche gibt es einen Freibetrag von 100 Euro, dieser abgezogen von den 551,21 Euro ergeben 451,21 Euro. Hiervon darf ich 20% behalten, was 190,42 entsprechen wuerde. Rechnerisch geht das auf, denn der fiktive Verdienst von 551,21 Euro plus den 556,61 Euro ergeben 1107,81 Euro. Zieht man hier den moeglichen Verdienst von 190,42 Euro ab erhaelt man 917,39 was plusminus 2 Euro meiner bisherigem Leistung entspricht

    Da ich allerdings nur 453,11(Brutto) verdient habe, haette ich lediglich einen Anspruch auf 170,62 Euro. Insofern ist hier tatsaechlich eine Ueberzahlung eingetreten, allerdings ergibt dies fuer mich nur ganze 19,80 und wuerde damit auch unter die Bagetellgrenze fallen

    Heute bekam ich meinen Bescheid fuer die Grundsicherung welche mir ab Dezember gewaehrt wurde, auch hier wurden mir die vorherigen 914,17 Euro bewilligt, allerdings die bisher 551,21 Euro fiktiv angerechnet mit verweis dass ich fortlaufend Lohnabrechnungen einschicken soll damit das ganze nachtraeglich korrigiert wird

    Jetzt ist mir also absolut Schleierhaft wie das Jobcenter auf einen Betrag von 256,85 Euro kommt fuer den Zeitraum Oktober, die mir angeblich zuviel gezahlt wurde

    Da mir nie ein Aenderungsbescheid mit Berechungsgrundlage fuer November zugegangen ist kann ich auch nicht naeher nachvollziehen was das Jobcenter fuer den Oktober genau da getrieben hat, ich kann es Rechnerisch nachvollziehen was aber nicht der Realitaet entsprechen muss

    Kann mir hier diesbezueglich jemand naeher erlaeutern ob ich hier irgendwo einen Denk bzw. Rechenfehler habe? Wenn ich vom Jobcenter irgendwelche Dokumente (Geschwaerzt) diesbezueglich hier mit anfuegen soll mache ich das natuerlich

  • Widerspruch einlegen rein vorsorglich, damit die Frist nicht verpasst wird.

    Und dann würde ich dort einfach mal anrufen. Durch so ein Telefonat kommt man meistens deutlich schneller ans Ziel als sich immer hin- und herzuschreiben. Vielleicht handelt es sich wirklich nur um einen Fehler der sich dann telefonisch klären lässt?

  • Die Berechnung ist doch ganz einfach. Auf die 453,11 Euro gibt es erstmal die 100 Euro Grundfreibetrag. Auf den Rest von 353,11 Euro dann 20%, also 70,60 Euro. Zusammen macht das einen Freibetrag von 170,60 Euro. Dein Nettolohn war 436,46 Euro. Abzüglich des Freibetrag von 170,60 Euro sind vom Einkommen also 265,86 Euro (436,46 Euro - 170,60 Euro) anzurechnen. Da du bisher im Oktober gar kein Einkommen erzielt hattest, entspricht das anrechenbare Einkommen natürlich dann der Überzahlung.

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!