Kontoauszüge für Weiterbewilligungsantrag Jobcenter will Erklärung für nicht nachvollziehbare Überweisungen

  • Hallo zusammen,

    ich bräuchte mal euren Rat, weil ich mir gerade etwas Sorgen mache.

    Ich habe kürzlich einen Weiterbewilligungsantrag beim Jobcenter gestellt, weil mein Bewilligungszeitraum ausgelaufen war. Dafür musste ich natürlich auch die Kontoauszüge einreichen. Jetzt hat das Jobcenter dort gesehen, dass ich drei Monate hintereinander jeweils 350 Euro an eine Privatperson überwiesen habe und will, dass ich schriftlich erkläre, was es damit auf sich hat.

    Zur Erklärung: Ich hatte ursprünglich geplant, dieses Jahr im September ein Studium in einer anderen Stadt zu beginnen, wofür ich hätte umziehen müssen. Mein Ziel war es, dass ich dann auch komplett vom Jobcenter weg bin, sobald ich studiere. Deshalb habe ich mich schon im Juni/Juli um ein WG-Zimmer in der neuen Stadt gekümmert.

    Die Person, von der ich das Zimmer übernehmen wollte, hatte selbst noch einen Mietvertrag bis September und suchte für diesen Zeitraum, also für die letzten 3 Monate einen Nachmieter. Ich habe das Zimmer dann quasi übernommen, aber ohne offiziellen Mietvertrag. Ich habe der Person daher drei Monate lang jeweils 350 Euro überwiesen, um das Zimmer zu übernehmen, bis ihr Vertrag ausgelaufen wäre. Ab September hätte ich dann – wenn ich das Studium wirklich angetreten hätte – mit der Vermieterin einen eigenen Mietvertrag aufsetzen müssen.

    Letztlich habe ich mich aber gegen das Studium entschieden, bin nicht umgezogen und habe das Zimmer nie bezogen. Ich bin die ganze Zeit in meiner eigentlichen Wohnung geblieben. Damit hatte ich für drei Monate praktisch doppelte Mietkosten, obwohl ich das zweite Zimmer gar nicht genutzt habe.

    Ich glaube, ich habe bei den Überweisungen sogar den Betreff „Miete“ angegeben (bin mir aber nicht mehr sicher).

    Jetzt habe ich etwas Angst, was das Jobcenter daraus macht. Ich weiß nicht, ob das schlimm ist oder ob das irgendwie Konsequenzen haben könnte. Soll ich einfach ehrlich schreiben, dass es sich um ein WG-Zimmer gehandelt hat, das ich nur vorübergehend übernehmen wollte, oder wäre es besser, etwas anderes zu sagen (z. B. dass es eine private Ratenzahlung für etwas Gebrauchtes war z.B ne neue Waschmaschine oder sonstiges das ich von ner Privatperson gekauft habe )?

    Ich wäre wirklich dankbar, wenn mir jemand sagen könnte, wie ich mich da am besten verhalte oder was ich dem Jobcenter schreiben soll.

    Vielen Dank schon mal für eure Hilfe!

    Mir war es einfach wichtig, dass ich mich frühzeitig um eine Unterkunft kümmere, damit ich nicht kurz vor Semesterstart ohne WG-Zimmer dastehe. Aus diesem Grund habe ich mich schon etwa 3 Monate vorher, also bereits im Juni/Juli, um ein WG-Zimmer bemüht. Hätte ich das Studium doch angetreten, wäre es sehr problematisch gewesen, erst 2–4 Wochen vorher mit der Wohnungssuche zu beginnen. Da ich außerdem einen Hund und eine Katze habe, wusste ich aus Erfahrung, dass es mit Haustieren besonders schwierig ist, eine Unterkunft zu finden, in der Tiere erlaubt sind. Deshalb wollte ich frühzeitig etwas sichern. In den 3 Monaten bis September wollte ich mir außerdem noch in Ruhe überlegen, ob ich das Studium wirklich beginne – letztlich habe ich mich dann dagegen entschieden.

    Hallo Leute, ich würde mich sogar über eine zeitnahe Antwort zu meinem Beitrag freuen. Da ich vom Jobcenter auch eine Frist bekommen habe, mich dazu zu äußern und ich gerne innerhalb der nächsten Tage dies auch tun möchte.

    würde mich über schnelle Antworten sehr freuen

  • Ich habe der Person daher drei Monate lang jeweils 350 Euro überwiesen,


    Mir stellen sich einige Fragen:

    Hast du einen Darlehensvertrag mit Rückzahlbedingungen vereinbart? Hast du die Summe von diesem Mieter noch nicht zurückgefordert, nachdem es keinen Grund für erkaufte Reservierung gab? Kannst du nachweisen, dass diese Summe aus deinem "Schonvermögensbetrag" stammte? Kannst du nicht prüfen, was der Verwendungszweck war?

    Es gibt keinen Grund, hier am Wochenende zu drängeln, wenn du noch tagelang Zeit hast.

  • danke für deine Rückmeldung, aber ich glaube, du hast meine Situation ein bisschen falsch verstanden.

    Ich hatte keinen Darlehensvertrag und auch keine Rückzahlbedingungen vereinbart – es ging einfach um ein ganz normales WG-Zimmer. Die bisherige Mieterin hatte das Zimmer nur noch bis September und suchte einen Nachmieter. Ich habe das Zimmer dann übernommen, allerdings ohne offiziellen Mietvertrag, und ihr drei Monate lang jeweils 350 € überwiesen.

    Das war kein „Darlehen“ und auch keine „erkaufte Reservierung“, sondern schlicht eine Miete – nur eben informell geregelt, weil ihr Vertrag im September ausgelaufen wäre. Ich habe die Miete natürlich auch nicht zurückgefordert. Ich wüsste ehrlich gesagt auch gar nicht, warum – bekommst du deine Miete von deinem Vermieter zurück, nur weil du mal nicht zu Hause bist oder deine Wohnung eine Zeit lang nicht nutzt? Das wäre ja völlig unlogisch.?!?

    Eigentlich war meine Frage hier im Forum ganz einfach und klar formuliert, ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum du darauf so verwirrend geantwortet hast. Scheinbar hast du gar nicht richtig verstanden, worum es in meinem Beitrag ging.



    Verwendungszweck: Miete

  • du hast meine Situation ein bisschen falsch verstanden.

    Ich hatte lediglich gefragt. Du hast nicht 3 Monate dort gewohnt, aber Miete gezahlt und evtl. sogar Miete/KdU vom JC erhalten? Dann erkläre es eben so, wie du magst.

    bekommst du deine Miete von deinem Vermieter zurück

    Ich zahle niemals einem Vormieter 3 Mieten einfach so im Voraus, weil ich evtl. sein Nachmieter werden könnte.

  • Louise 25 : könntest du mir bitte erklären, wo ich geschrieben habe, dass ich drei Mieten im Voraus gezahlt habe?

    Ich denke, du hast sogar jetzt, nachdem ich dich obendrauf hingewiesen habe immer noch nicht meinen Beitrag inhaltlich verstanden …

    Selbstverständlich habe ich NICHT drei Mieten im Voraus gezahlt auf einen Schlag, Sondern ganz normal monatsweise wie es bei einem normalen Mietverhältnis der Fall ist.

  • Würde mich trotzdem über weitere Rückmeldung freuen.

    meine eigentliche Frage, wie das rechtlich aussieht, ob es erlaubt ist, wie schlimm es ist etc. ist ja noch nicht beantwortet beziehungsweise klar.

    Vielleicht kann ja jemand konkret sagen, dass der sich auskennt, mit was ich da rechnen müsste, was das Jobcenter machen würde.

  • Du kannst auch 10 Wohnungen gleichzeitig mieten. Das JC berücksichtigt die, wo du tatsächlich wohnst. Das ist nicht das Problem. Eher, wie du es schaffst, 3 Monate mit weniger als der Hälfte des Regelsatzes zu leben. Wenn du noch Schonvermögen hattest - gut. Wenn nicht, könnte es brenzlig werden.


    Ungeachtet dessen, dass man ohne jeglichen Vertrag und damit jegliche Absicherung nicht einfach mal so "Miete" zahlt, obwohl man die Wohnung gar nicht nutzt. Woher wolltest du wissen, dass der Vermieter dann tatsächlich an dich vermietet hätte? Das ist keine Nachmiete. Eine Nachmiete bedeutet, dass der alte Mieter vorzeitig zu Gunsten des Neumieters vom Vermieter aus dem Vertrag entlassen wird.


    Aber das weißt du sicher, sonst würdest du wahrscheinlich nicht nachfragen, ob deine Story plausibel klingt. Ich hoffe, deine Kontoauszüge zeigen nicht auch noch Käufe und Abhebungen am Ort dieser neuen Wohnung auf. Denn dann gibt es tatsächlich Probleme.

  • @ Tamar

    Ganz ehrlich, ich find’s einfach nur nervig, wie das hier so kleinlich auseinandergenommen wird und so getan wird, als würd ich mir irgendwas ausdenken. Ich hab oben schon mehrfach geschrieben, dass ich das Zimmer nie bezogen hab und mich gegen das Studium entschieden hab – das wurde jetzt echt oft genug erklärt.

    Ob man das nun Nachmiete, Zwischenmiete oder sonst wie nennt, ist doch völlig egal. Sowas ist ganz normal – schau mal auf WG-gesucht, da findest du zig Anzeigen, wo Leute früher aus dem Vertrag rauswollen, Nachmieter suchen oder ihr Zimmer für ein paar Monate zur Zwischenmiete anbieten. Ich kenne auch genug, die das genauso gemacht haben.

    Echt schade, dass man hier statt einer hilfreichen Antwort erstmal so hingestellt wird, als hätte man sich irgendwas ausgedacht. Das ist das ist so typisch wieder für solche Foren

    Und irgendwie rechtfertige ich mich nun erneut – aber scheinbar muss man das ja, weil man hier bei jeder Kleinigkeit so hingestellt wird, als würde man sich etwas ausdenken.

    Was das Geld für die Miete betrifft: Ich hatte noch ein paar kleine Rücklagen auf dem Konto, wovon das Jobcenter jedoch wusste, da ich letztes Jahr noch normal gearbeitet hatte..

  • Du wolltest Antworten auf deine Frage, wie wohl das JC reagiert. Diese Antworten hast du aus erster Hand erhalten. Dass sie dir nicht passen, dafür kann niemand was.

    Dein einfachste Antwort auf deine Frage "Was soll ich schreiben?" ist: die Wahrheit.

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