Hallo zusammen,
ich weiß wirklich nicht mehr weiter und hoffe, dass hier jemand Erfahrung hat und mir helfen kann. Ich bin verzweifelt und habe Angst, alles zu verlieren.
Meine Frage vorweg: Ich soll einen komplett neuen Leistungsantrag stellen. Muss die Wohnung dann nochmal neu genehmigt werden? Oder bleibt die alte Genehmigung bestehen?
Wie es dazu gekommen ist – kurz, aber ehrlich: Ich habe eine Schwerbehinderung (GdB 100 mit G, H, B). Ich war jahrelang beim Jobcenter, habe jede Maßnahme mitgemacht, bis feststand, dass ich dauerhaft erwerbsunfähig bin. Meine Wohnung (2-Personen-Haushalt mit meinem Partner, Student) war damals genehmigt und die Miete wurde zuverlässig übernommen.
Dann fiel dem Jobcenter nach Jahren auf, dass ich eine Schwerbehinderung habe und wurde in die Behindertenabteilung versetzt. Eigentlich nichts Schlimmes – dachte ich. Ich habe der Sachbearbeiterin erklärt, dass ich kein Handy habe und wir Probleme mit der Post haben (Briefe kommen nicht an). Ich habe gebeten, die Nummer meines Partners zu notieren.
Dann habe ich einen Termin verpasst – weil kein Brief ankam. Ich habe keinen Zugang zum Online-Portal (Anmeldedaten vergessen, nie neue bekommen). Beim nächsten Termin (den ich nur per Zufall erfahren habe) ging es um Besprechung eines zuvor erstellten psychologischen Gutachtens. Mein Partner war dabei. Draußen im Flur haben die Mitarbeiterinnen über mich gelästert – laut genug, dass er es aufgenommen hat: wie ich überhaupt atmen könne und dümmer als jedes Tier sei. Ich bin reingestürmt und hatte einen Nervenzusammenbruch. Die Aufnahme ging an die Beschwerdestelle – und seitdem kam nichts mehr. Keine Briefe, keine Infos, nichts. Monatelang Funkstille.
Wir haben täglich angerufen – keine Antwort. Es kamen Schulden, P-Konto. Mein Partner verdient wenig, ich kann durch meine Immunschwäche nicht arbeiten. Ich bin zweimal fast verhungert, weil nichts kam. Ich wollte aufgeben.
Der Sozialpsychiatrische Dienst wollte helfen – aber sie (im Gegensatz zu uns) bekamen nur die Info, dass ich im April angeblich keinen Weiterbewilligungsantrag gestellt hätte (obwohl der alte Bescheid von Januar noch gültig ist). Jetzt soll ich einen komplett neuen Antrag stellen – ohne Drucker, ohne Geld, ohne Kraft.
Seit dem Vorfall vor 1,5 Jahren verlasse ich die Wohnung nicht mehr. Ich spreche mit keinem Menschen mehr außer meinem Partner. Telefonate lösen Panik aus, Herzrasen, Zusammenbrüche. Selbst diesen Text hier habe ich nicht selbst geschrieben – eine KI hilft mir, weil ich es allein nicht schaffe, meine Gedanken in Worte zu fassen, wenn es um Menschen und Behörden geht. KI ist mein einziger „Dolmetscher“ für die Welt da draußen. Bitte seht mir das nach.
Ich lebe isoliert – und es geht mir paradoxerweise dadurch besser als je zuvor. Ich habe wieder Lebensfreude, Hobbys. Aber das Jobcenter bringt mich an den Rand.
Bitte, habt ihr Erfahrung?
• Bleibt die Wohnungs-Genehmigung trotz Mieterhöhung?
• Wie stelle ich den Antrag ohne Drucker/Kontakt?
• Was muss ich beachten (Mietsteigerung, Schulden, P-Konto)?
• Gibt es Möglichkeiten, alles zu regeln ohne direkten persönlichen Kontakt?
Jede Hilfe bedeutet mir alles. Danke, dass ihr lest.