Untermietvertrag bei Bürgergeld – wie genau vorgehen?

  • Hallo zusammen,

    sorry schon mal vorab – ich habe in der Sache leider noch nicht viel Erfahrung und hoffe auf eure Hilfe.

    Ich bin vollzeit berufstätig und wohne aktuell in einer 3-Zimmer-Wohnung.
    Eine Freundin von mir möchte von Berlin nach nähe Stuttgart,zu mir, ziehen. Sie bezieht aktuell Bürgergeld.

    Da wir keine Bedarfsgemeinschaft bilden, kam bei uns die Idee auf, dass ich ihr einen Untermietvertrag anbiete. Diesen würde sie dann beim Jobcenter einreichen, damit die Kosten übernommen werden können.

    Mein Vermieter wurde bereits gefragt und hat keine Einwände gegen eine Untervermietung.

    Nun meine Fragen:

    • Wie läuft so etwas genau ab?
    • Was muss zwingend im Untermietvertrag stehen, damit das Jobcenter ihn akzeptiert?
    • Sie würde ein eigenes Zimmer bekommen und dürfte die restliche Wohnung (Küche, Bad etc.) mitbenutzen
    • Wäre ein Pauschalpreis (z. B. Warmmiete inkl. Strom und Internet) möglich oder muss alles einzeln aufgeführt werden?
    • Gibt es sonst noch etwas Wichtiges, worauf man achten sollte, gerade in Bezug auf das Jobcenter?

    Ich wäre euch wirklich sehr dankbar, wenn ihr mir ein bisschen Licht ins Dunkel bringen könntet 😊

    Vielen Dank schon mal im Voraus!

  • und hat keine Einwände gegen eine Untervermietung.

    Das solltest du dir schriftlich geben lassen. Ein eigenes Zimmer und die gemeinschaftl. Nutzung von K,D,B ist üblich. Aus einer Pauschalmiete würde das JC die Strom-und Internetkosten herausrechnen. Deine Freundin weiß bereits, was man alles fürs JC nachweisen muss. Die nachweisbare getrennte Haushaltsführung bzgl. der Kosten ist wichtig.

  • Nach einem Jahr wird im Übrigen auch der Untermietvertrag nichts nutzen bzgl. der Beweislastumkehr. Spätestens dann wird das JC eine BG vermuten und ihr müsstet es widerlegen.

    Mir stellt sich in solchen Fällen immer die Frage: Wenn ich mir allein eine 3 Zimmerwohnung leisten kann, wieso nehme ich dann jemanden auf, zu dem ich keine innere Bindung habe und auf den ich aufgrund des Zusammenlebens ständig Rücksicht nehmen muss? Warum schneide ich mir durch die Einschränkung meiner Privatsphäre ins eigene Fleisch? WGs, wenn das Geld nicht für die Wohnung allein reicht: das ist normal. Aber in solchen Fällen soll tatsächlich keine Partnerschaft dahinter stecken? Das wird auf Dauer schwierig.

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