Hallo liebe Forengemeinde,
Ich hoffe sehr, ich bin mit meiner Frage hier richtig.
Und ich entschuldige mich schon einmal für den langen Text !
Ich 60J und bin schon sehr lange krank und auch krankgeschrieben.
Ich habe so einige chronische Erkrankungen, orthopädische Einschränkungen, Bandscheibenvorfall, Asthma, Sprachstörung, Spasmen / Krämpfe, Sturzneigung , hoher Blutdruck, Depressionen, Fibromyalgie, viele Allergien und Hauterkrankungen, Autoimmunerkrankung, Sehstörung, ....und ich habe viele Operationen hinter mir.
Zur Zeit habe ich noch ein GDB von 30, aber mein Verschlimmerungsantrag ist in Bearbeitung. Ich weiß nicht, wie lange das noch dauern wird.
Ich habe gerade eine Operation hinter mir, dieses Jahr noch 2 vor mir und dann folgt noch ein Klinikaufenthalt, Therapie, lange Physio und ggf dann eine Kur oder Reha (keine Ahnung).
Ich bekomme schon länger Bürgergeld (und bilde inzwischen meine eigene alleinige Bedarfsgemeinschaft)...
und mein Sachbearbeiter hat mich zur Agentur für Arbeit (zum Arzt) geschickt und der hat ein Gutachten erstellt : Ich bon unter 3 Std leistungsfähig, habe viele Einschränkungen und bin über 6 Monate nicht leistungsfähig.
Im Gutachten steht nicht dauerhaft, aber länger als 6 Monate nicht leistungsfähig und darin steht, dass ich auch nach diesen 6 Monaten, trotz fachärztlicher Behandlung (auch Kur, Operationen, usw.) auch nach 6 Monaten nicht gesund werde.
Das passt meinem AV im Jobcenter natürlich nicht, dass ich sozusagen nicht wieder gesund werde und viele Krankheiten und Einschränkungen bleiben werden.
Er fordert von mir, dass ich mich noch mehr ärztlich und fachärztlich behandeln lasse, damit ich so gesund werde um wieder in Teilzeit oder Vollzeit arbeiten zu können....aber das funktioniert so nicht, was ja auch der Arzt der Agentur für Arbeit im Gutachten geschrieben hat.
Warum der Gutachter nicht dauerhaft im Gutachten geschrieben hat, verstehen meine vielen Ärzte und ich auch nicht.
In ca 1,5 J kann das Jobcenter wieder ein neues Gutachten erstellen lassen....steht da im bericht.
Nun will das Jobcenter, dass ich einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente stelle. ich verstehe das, aber meine Aussichten die Erwerbsminderungsrente zu erhalten, sind schlecht.
Ich bin viel zu lange krank geschrieben und ständig operiert worden, so dass ich in den letzten 5 1/2 Jahren auch nicht gearbeitet habe und nicht in die Rentenkasse eingezahlt habe.
Davor habe ich mich um einen chronisch kranken Sohn, meinen zweiten schwerbehinderten Sohn, meinen Stiefsohn und meinen chronisch kranken Mann, gekümmert und konnte auch jahrelang nur im Minijob arbeiten gehen.
Das ist nun mal so, auch wenn es dem Jobcenter oder der Rentenkasse nicht passt....so ist unsere Familiensituation nun einmal.
Kurz, die Aussichten auf diese Erwerbsminderungsrente sind schlecht...und die Bearbeitungszeit dauert, wie wir wissen.
Mein Sachbearbeiter im Jobcenter sagt, dann muss ich eben die Grundsicherung beantragen, wenn ich die Erwerbsminderungsrente nicht kriegen sollte.
Beim Amt für Grundsicherung sagte man mir, da im ärztlichen Gutachten der Agentur für Arbeit nicht "dauerhaft" leistungsunfähig drin steht, ich (wahrscheinlich) keine Erwerbsminderungsrente erhalte (weil ich die letzten 5 J nicht gearbeitet habe) , kann ich auch keine Grundsicherung beantragen, und das Jobcenter ist dann weiter für mich zuständig und muss mir Bürgergeldzahlen, bis ich "wieder gesund bin und wieder arbeitsfähig".
Aber das Jobcenter möchte mich "loswerden" als Bürgergeld Bezieherin (kann ich ja verstehen), aber was soll ich tun ?
Ich kann mich doch nicht gesund zaubern und wenn das Amt für Grundsicherung sagt, ich kann keine Grundsicherung bekommen (wie ich euch gerade erklärt habe) und die Erwerbsminderungsrente werde ich wohl nicht bekommen (weil mir die letzten 5 Jahre Einzahlung fehlen)...
und für die Altersrente bin ich mit 60 J auch noch zu jung, in Frührente mit Abschlägen kommt auch noch nicht in Frage, private Mittel um in vorzeitiger Rente zu gehen habe ich auch nicht.
Ich muss wohl im Bürgergeld bleiben , was aber dem Jobcenter nicht passt (na ja, mir ja auch nicht) und soll "zusehen" dass ich wieder ganz gesund werde, damit mein Arbeitsvermittler mir eine Vollzeit stelle z.B. als Lagerarbeiterin , im Einzelhandel, in der Pflege, in einer Gärtnerei und Landschaftsbau, in einer Küche, Restaurant, Tierpflege , usw., wie mir mein Sachbearbeiter im Jobcenter schon mal mitgeteilt hat.
Er sieht mich in diesen Berufen. Na ja, dazu sage ich jetzt mal gar nichts.
Ich weiß echt nicht wie es weitergeht.
Hat jemand hier ähnliche Erfahrungen und ggf Tipps für mich ?
Vielen Dank im Voraus.