Beiträge von Magnesium

    Hallo zusammen,

    ich möchte gerne eure Einschätzung zu meiner aktuellen Situation mit dem Jobcenter hören und wissen, welche Möglichkeiten ich habe.

    Ich habe einen GdB von 50 und leide seit längerer Zeit unter erheblichen psychischen und körperlichen Beschwerden. In der Vergangenheit war ich deshalb bereits zweimal stationär in Behandlung, einmal für eine Woche und einmal für sechs Wochen. Außerdem hatte ich innerhalb der letzten drei Jahre über 40 verschiedene ärztliche Untersuchungen und mehr als zehn Krankenhausaufenthalte. Momentan warte ich auf einen Therapieplatz.

    In dieser Zeit habe ich auch 45 kg abgenommen. Trotzdem bestehen meine gesundheitlichen Probleme weiterhin und beeinträchtigen mich im Alltag erheblich. Aktuell fühle ich mich gesundheitlich und psychisch kaum belastbar.

    Bei einer früheren Untersuchung durch den Ärztlichen Dienst wurde festgestellt, dass ich für sechs Monate nicht arbeitsfähig bin. Die Ärztin hat damals bewusst keine längere Zeitspanne festgelegt, weil sich dadurch die Zuständigkeit vom Jobcenter auf das Sozialamt verlagert hätte.

    Da sich mein Gesundheitszustand bisher nicht wesentlich verbessert hat, wollte ich eine erneute amtsärztliche Begutachtung. Meine Sachbearbeiterin hat dies jedoch abgelehnt. Ihre Begründung war, dass sich meine Situation nicht verändert habe und eine erneute Untersuchung unnötig Steuergeld kosten würde.

    Ich habe mich außerdem über meine Sachbearbeiterin beschwert, weil sie mir gegenüber unhöflich und respektlos aufgetreten ist. Auch die Art und Weise, wie sie mit mir gesprochen hat, fand ich nicht angemessen.

    Inzwischen bin ich über 25 Jahre alt, wodurch sich meine Situation beim Jobcenter verändert hat und andere Maßnahmen beziehungsweise Anforderungen infrage kommen.

    Nach meiner Beschwerde wurde mir ein Gesprächstermin mit dem Vorgesetzten meiner Sachbearbeiterin für den 15.10. angeboten. Er hat mir auch in Aussicht gestellt, mich künftig selbst zu betreuen, wenn die Zusammenarbeit für beide Seiten passt.

    Ich mache mir Sorgen, dass das Jobcenter mich trotz meiner gesundheitlichen Einschränkungen zunehmend unter Druck setzt und Maßnahmen von mir verlangt, denen ich aktuell nicht gewachsen bin.

    Deshalb würde mich interessieren:

    • Kann ich eine erneute Begutachtung durch den Ärztlichen Dienst verlangen, wenn meine gesundheitlichen Probleme weiterhin bestehen?
    • Wie kann ich erreichen, dass meine gesundheitliche Situation bei der Vermittlung und möglichen Maßnahmen angemessen berücksichtigt wird?
    • Was kann ich tun, wenn das Jobcenter weiterhin Druck ausübt, obwohl ich mich momentan kaum belastbar fühle?

    Ich möchte gerne eine Lösung finden, die meiner gesundheitlichen Situation gerecht wird, ohne ständig befürchten zu müssen, zu etwas gedrängt zu werden, das ich aktuell nicht schaffe.

    Vielen Dank für eure Einschätzungen und Erfahrungen!