Ich habe leider nicht immer Zeit. Ich muß auch den Kopf dazu haben, mich hier einzubringen.
Wir hatten am Montag einen Termin. Den wollte ich erstmal warnehmen. Die Sache hat sich nun schnell geklärt. Nach unserer SA Beschwerde haben wir am Montag ein Gespräch geführt, das wegweisend war. Ein Vorgesetzter hat sich unserem Dilemma angenommen. Der SA hat einige provokante Fehler gemacht, und eigenständig ignorant gehandelt. Ich unterstelle Ihm einfach Unsympathie! Sein Verhalten war erniedrigend. Punkt. So geht man mit KEINEM Menschen um; erst recht nicht, wenn man in einer solchen Situation steckt.
Der nette Herr hat 10 Minuten lang den Kopf geschüttelt, während unserer Schilderungen. Er konnte es nicht fassen, das unsere Situation ignoriert wurde. Natürlich mit allem an Unterlagen belegbar. Ob eine disziplinarische Maßnahme erfolgt, muß ich nicht wissen.
Die gesetzliche Lage zu einer solchen Situation ist hier eindeutig! Die während des Bürgergeldbezugs aufgelaufenen Schulden beim Gasversorger, müssen bei im Haushalt lebenden minderjährigen Kinden als Darlehen übernommen werden. Er sagte deutlich, das es hier nichts zu rütteln gibt. In unserem Fall wurde die Situation einem Wohnungsverlust gleich gestellt. Auch stellte er klar, das sie gesetzlich dazu verpflichtet sind, beim Abbau der Schulden zu helfen.
Es spielt hierbei absolut keine Rolle, wie diese Situation entstand. Wobei ich mir im allgemeinen kaum Vorsatz vorstellen kann. Eher den Verlust der Übersicht durch Überforderung. Meine Erkrankung ist sehr intensiv und einschneidend. Meine Frau war einfach mit dem Kopf und den Gedanken ausschließlich bei mir. Und rückblickend war das wichtig und richtig. Nur durch ihre Hingabe und meiner weiteren Behandlungen bin ich stabilisiert.
Wir sind fast 30 Jahre verheiratet. Bis vor 5 Jahren hätte ich Stein & Bein geschworen, das ich meine Familie nie in eine solche Situation bringen würde. Wir haben nie versucht Vermögen zu verschleiern. Wir haben all unser Geld und Möglichkeiten genutzt, wie es uns möglich war. Dann kommt man in die Bedürftigkeit, und wird so widerlich behandelt.
Wir wollen da wieder raus. Aber es wird ein sehr steiniger Weg. Aber wo ein Wille ist;
Wir haben nun einen SA mit Empathie und großer Hilfsbereitschaft. So sollten alle sein. Wenn ich mir ein Mütterchen vorstelle, die mit so einem Ekel konfrontiert wird; sollten sich schämen sich so zu verhalten.
Darf nun geschlossen werden.