Beiträge von Bezieher

    Hallo, bin Bürgergeldbezieher und habe aktuell seit 2,5 Monaten wieder einen riesen Terror mit meinem Jobcenter. Habe im August überhaupt keine Leistungen erhalten, auf Email und Anruf folgte keine Reaktion.(weil mein Jobcenter seit 2024 keine Emails mehr empfangen und verschicken darf, das wusste ich nicht) Der Anruf ist nicht dokumentiert.


    Anfang September wurde ich im Jobcenter vorstellig, da ich den zweiten Monat in Folge keine Miete an den Vermieter überweisen konnte. Ich habe auf die Möglichkeit des Vermieters zu kündigen hingewiesen und die "akute Notlage" geschildert. Man sagte mir das Geld wird am selben Tag an mich überwiesen und ist in spätestens 3 Tagen auf meinem Konto. Als 7 Tage später immer noch kein Geld auf dem Konto war, wurde ich wieder im Jobcenter vorstellig. Mir wurde mitgeteilt, dass Anfang September "nur der Zahlungsstopp" aufgehoben wurde, man wollte jedoch mit der Zahlung bis zu dem nächsten Termin bei meiner Arbeitsvermittlerin(Ende September) warten.

    Mittlerweile lag auch eine Anfrage des Vermieters bei meiner Stadt vor, bei einer Stelle zur Vermeidung von Wohnungslosigkeit, welche wiederum das Jobcenter kontaktierte. Daraufhin entschloss man sich dankenswerterweise das Geld am selben Tag zu überweisen.

    Ich verlangte am selben Tag einen Nachweis, dass das Geld tatsächlich überwiesen wurde. Man zeigte mir 2 Überweisungsempfänger. Einmal die Regelleistung an mich, die zweite Überweisung direkt an der Vermieter. Ich wiedersprach diesem Vorgehen sofort und verlangte die Überweisung direkt an mich. Ich habe die Miete immer an den Vermieter überwiesen. Ich forderte die Überweisung zu stoppen und zurückzuholen, da ich nicht möchte dass der Vermieter erfährt, dass ich Bürgergeld beziehe.


    Man sagte man könne keine Überweisung stoppen, auch wenn diese erst vor einer halben Stunde angewiesen wurde. Man würde aber die Miete ab Oktober wieder an mich überwiesen. Das Jobcenter begründet die Überweisung direkt an den Vermieter mit der drohenden Wohnungslosigkeit. Jedoch kein Wort dazu warum eine Woche vorher überhaupt nicht reagiert wurde und ich angelogen wurde.

    Die Miete für Oktober wurde entgegen der Versprechen erneut direkt an den Vermieter geleistet, ohne meine Zustimmung, im Gegenteil, ich habe sogar mehrmals darum gebeten und verlangt die Miete direkt an mich zu überweisen.

    Nun hat meine Leistungssachbearbeiterin anscheinend mit dem Vermieter kommuniziert und direkt vom Vermieter eine Betriebskostenabrechnung und darin enthaltene Information über Betriebskostenrückzahlung an mich erhalten. Daraufhin folgte sogar ein Änderungsbescheid.

    Meiner Meinung nach alles höchst illegal und kriminell.

    Frage:
    1. Darf das Jobcenter ohne meine Zustimmung direkt an den Vermieter überweisen, mit dem Vermieter über mich kommunizieren?
    2. Darf der Vermieter ohne meine Zustimmung bei einer Anfrage des Jobcenters Auskünfte über mich erteilen?

    Ich bin überzeugt, dass hier eklatant gegen den Datenschutz und das "Sozialgeheimnis" verstoßen wird.

    3. Frage: Wie kann ich mich gegen Jobcenter und Vermieter wehren? Anzeige bei der Polizei? Anwalt für Sozialrecht aufsuchen? "Anwalt für Datenschutz" aufsuchen? Selbst eine Unterlassungserklärung aufsetzen und von Jobcenter und Vermieter Unterschrift verlangen? Einen Datenschutzbeauftragten anschreiben und mich über das Vorgehen von Jobcenter und Vermieter beschweren?
    Kennt jemand einen kompetenten Anwalt im Großraum München, der mir helfen könnte?

    Danke schonmal für eure Hilfe und Rat.