Beiträge von Tamar

    Ob das baulich geht, kann man mangels Bauplan schlecht sagen. Wenn du meinst, ob das Jobcenter da mitspielt und die Miete berücksichtigt und nicht von einem Scheinmietvertrag ausgeht: keine Ahnung. Gerade bei Mietverträgen unter Verwandten gibt es gern mal Probleme.

    Es wird dir wohl nichts anderes übrig bleiben, als es zu versuchen und im schlimmsten Fall gegen eine negative Entscheidung des Jobcenters mit den entsprechenden Rechtsmitteln (Widerspruch und Klage) vorzugehen.

    Auslöse, Spesen, Fahrtkostenerstattung des Arbeitgebers sind tatsächlich Einkommen im SGB II. Allerdings müssen im Umkehrschluss auch die dir entstandenen Kosten für Verpflegung, Fahrtkosten etc. berücksichtigt werden, soweit sie in der Summe 100 Euro (den sogenannten "Grundfreibetrag") überschreiten.

    Untätigkeitsklage ist nach 6 Monaten möglich. Ich weiß nicht, wann ihr letztlich alle notwendigen Unterlagen für euren Überprüfungsantrag oder Neuantrag oder als was das im Februar auch immer gewertet wurde, eingereicht habt, als wann und ob der Antrag überhaupt entscheidungsreif ist.

    Vielleicht solltest du mal schauen, ob du einen Termin mit dem Vorgesetzten (z. B. Teamleiter) machen kannst, woran es noch hapert.

    Für die endgültige Festsetzung aus dem Zeitraum davor hat das Jobcenter ein Jahr Zeit.

    Gibt es irgendeine Form von Überbrückung die ich in Anspruch nehmen kann welche ich auch ohne Leistungsbezug in Anspruch nehmen kann?

    Nein, nicht bei dem Einkommen. Hausrat teilt man bei Trennung und ansonsten

    bist du mit dem Einkommen kreditwürdig.

    Dazu kommt auch noch, ich weiß nicht wie man aktuell seinen Lebensunterhalt mit 1160 Euro hinbekommen soll.

    Mit der Miete, Strom ist mehr als die Hälfte ja schon weg. Versicherungen, Einkauf, etc... Ich zweifle dass die möglich ist.

    Der Selbstbehalt ist gesetzlich definiert, das muss ausreichen. ALG2 Empfänger mit ca. 500 Euro Miete müssten mit 950 Euro auskommen. Notfalls dann eben Nebenjobs. Das wird auch wegen der Zahlung von Kindesunterhalt von dir erwartet. Allenfalls dann, wenn du in einer nachweislich teuren Wohngegend wohnst, die Wohnkosten also unvermeidbar sind, könnte der Selbstbehalt erhöht werden.

    Gibt es denn schon eine behördliche Vaterschaftsanerkennung?

    Gibt es was Schriftliches vom Jobcenter zu den Kosten des Umgangsrechtes? Wobei es ja streng genommen kein Umgangsrecht ist, was du dort ausüben willst, sondern sie hierher holen. Dafür gibt es aber keine Hilfe vom Jobcenter. Wie man nach Deutschland kommt, muss man selbst finanzieren.

    Dass der Antrag rückwirkt, bedeutet noch lange nicht, dass man auch Anspruch hat. Wenn jemand z. B. zum 16. des Monats erst in Deutschland einreist, wirkt der Antrag natürlich auch zurück und wird deshalb für die Zeit vom 1. bis 15. abgelehnt.

    Und nicht das Jobcenter hat deine Anschrift zu ermitteln. Du hast täglich postalisch erreichbar zu sein. Also hast du deine Anschrift mitzuteilen, das ist deine höchstpersönliche Pflicht. Erfüllst du die nicht, dann hast du nunmal wegen Verletzung der EAO keinen Anspruch.

    Ein siegessicherer Anwalt hätte im Übrigen die eA selbst gemacht und das schnell verdiente Geld mitgenommen. Empfehlungen kann man rund um die Uhr abgeben.

    Ansonsten verbleibt es dabei: du willst nicht wissen, wie die Rechtslage tatsächlich ist, sondern nur, was dir gefällt.

    Das Thema dürfte daher durch sein.

    Du scheinst etwas nicht zu verstehen. Zum einen gibt es nunmal den § 36 SGB II und zum anderen gilt der § 7 Abs. 4a SGB II in seiner alten Form weiter. Du warst vom 1.5. bis 29.5. ohne bekannte Anschrift. Und damit steht dir für den Zeitraum eigentlich gar kein ALG2 zu.

    Und deine einstweilige, obwohl das alte JC für Juni bereits gezahlt hat: viel Glück. Ich sehe keine Eilbedürftigkeit.

    Fakt ist: Die kommunalen Leistungen des alten Jobcenters stanfen dir nicht zu. Natürlich hat das neue Jobcenter die Miete mit zu berücksichtigen. Meines Erachtens wegen § 7 Absatz 4a SGB a. F

    zwar erst ab 29.5., aber vielleicht drückt es ja ein Auge zu.

    Aber du wirst das sicherlich selbst rausfinden. Denn offenbar willst du sowieso nur Antworten lesen, die deiner laienhaften Rechtsansicht gerecht werden.

    Nein, das entfällt nicht. KdU sind kommunale Leistungen für die alte Wohnung. Die haben dir nicht mehr zugestanden. Du hast die örtliche Zuständigkeit missachtet, § 36 SGB II .

    Außerdem wird nichts rückwirkend gezahlt. ALG2 Ende Mai ist für Juni und nicht für Mai. Dass es nicht nahtlos ist, ist wohl eher deine Schuld. Das hättest du wesentlich transparenter abwickeln können mit dem Umzug und dem Neuantrag. Am 29.5. aufschlagen und erwarten, dass sofort alles reguliert wird, ist anmaßend.

    Dass die Jobcenter gern diese nicht beachten und versuchen, einem aus allem ein Strick zu drehen, ist mir klar.

    Was dir so alles klar ist...

    Du bist am 1.5. umgezogen. Das hast du am 29.5. dem neuen Jobcenter gemeldet. Dazwischen war dein Aufenthalt unbekannt. Meiner Meinung nach stünde dir wegen Verletzung der Erreichbarkeitsanordnung eigentlich für den ganzen Mai kein ALG2 zu. Noch nichtmal der Regelsatz.

    Niemand kann voraussagen, ob das ein Problem wird oder nicht. Das kommt darauf an, ob das Jobcenter überhaupt Kontoauszüge anfordert, ob es diese Buchung hinterfragt und ob es deiner Darstellung Glauben schenkt.

    Bei Darlehen gar nicht, da gilt die 30jährige Verjährungsfrist.

    Zitat

    Wird das Darlehen durch VA bewilligt und ist dieser unanfechtbar geworden, so beträgt die Verjährungsfrist für den Darlehensrückzahlungsanspruch gem. § 40 Abs. 1 Satz 1 i. V. m. § 52 Abs. 2 SGB X 30 Jahre.

    (Dietrich Hengelhaupt in: Hauck/Noftz SGB II, § 42a Darlehen, Rn. 149)

    Zitat

    Wurde das Darlehen durch unanfechtbaren Verwaltungsakt gewährt, so beträgt die Verjährungsfrist für den dem Darlehen immanenten Darlehensrückzahlungsanspruch nach § 52 Abs. 2 SGB X 30 Jahre. Anders als § 53 Abs. 2 Satz 2 VwVfG kennt § 52 Abs. 2 SGB X keine Sonderregelung für erst zukünftig fällig werdende Leistungen.172

    (Bittner in: Schlegel/Voelzke, jurisPK-SGB II, 5. Aufl., § 42a (Stand: 25.03.2022), Rn. 93)

    Ich hatte bereits geschrieben, dass es durchaus einen Unterschied macht, ob SGB II oder XII. Und was die Agentur für Arbeit zu BuT schreibt, ist ebenfalls unrelevant, da das überhaupt keine Bundesleistung ist. Das ist eine kommunale Leistung. Vorliegend nach § 34 SGB XII. Die Agentur kann gern eine Meinung dazu haben. Genau wie dein Anwalt oder irgendein Verein oder ein Forenuser.

    Soweit du eine Entscheidung einer Behörde für falsch hältst, steht es dir frei, das entsprechende Rechtsmittel zu erheben.

    Schorsch hat korrekt geschrieben, dass es mehrere Modelle gibt. Und das eben, weil das BSG dazu bisher nichts entschieden hat.

    Damit erübrigt sich auch jede weitere Diskussion. Es kann dir niemand sagen, was richtig ist und was falsch.

    Im SGB II ist das Wechselmodell überhaupt nicht vorgesehen. Das wurde durch die Rechtsprechung entwickelt, wie im SGB II mit solchen Lebensmodellen zu verfahren ist. Insofern ist die Aussage des Anwaltes völliger Nonsens. Was korrekt ist, ist, dass es keine höchstrichterliche Entscheidung zur Verfahrensweise bei BuT Leistungen und temporärer Bedarfsgemeinschaft gibt. Es kann also eigentlich niemand sagen, dass das falsch oder richtig ist, denn das Bundessozialgericht hat dazu noch nicht geurteilt.