Wenn du meinst, dass dem so ist, was fragst du dann? Die Fachlichen Weisungen dazu hast du dir offenbar auch noch nicht durchgelesen, sonst wüsstest du, dass die Frau T. da auch nicht viel Spielraum hat und den hat sie wohl mit 40% Minderung ausgereizt.
Dann gehe in Einspruch und schau, was der Richter am Amtsgericht dazu sagt. Ich darf dir aus Erfahrung mitteilen, dass die Strafe dann sogar noch höher ausfallen kann, je nachdem, wie stark du deine hier herauslesbare Uneinsichtigkeit auch dort zum Tragen bringst.
Was für ein "Schaden" soll in meinem Fall dem Jobcenter eigentlich entstanden sein? Dies wäre der Fall, wenn das Geld einbehalten worden wäre, aber so..
Der Schaden besteht darin, dass eine Rückforderung notwendig war und das Einkommen nicht einfach im Folgemonat als Einkommen angerechnet werden konnte, wie es gesetzlich vorgesehen ist. Du hast also zuviel Geld erhalten. Und, um beim Beispiel mit dem Dieb zu bleiben: Welcher Schaden ist denn da entstanden, wenn der Fernseher wieder da ist? Du hast ein äußerst komisches Unrechtsbewusstsein.
Dass der Hinweis auf Erzwingungshaft korrekt ist, ändert nichts an der Tatsache, dass es sich hierbei um ein Einschüchterungsmittel handelt. Und auch der Hinweis von dir, dass ein "bestandskräftig gewordenes" Bußgeld nicht bezahlt wird, ändert nichts an der Tatsache, dass hier mit absoluter Willkür vorgegangen wird, bei der - wie schon erwähnt - ein in Bezug zum Tatbestand völlig unverhältnismäßig großes Bußgeld erhoben wird.
Mit Verlaub, das ist absoluter Blödsinn. Du erfüllst alle Tatbestände für eine Ordnungswidrigkeit. In dem Fall kann lt. § 63 SGB II ein Bußgeld bis 5000 Euro verhängt werden. Da ist nichts unverhältnismäßig. Im Übrigen steht dir das Rechtsmittel des Einspruchs offen. Eine Erzwingungshaft ist im Übrigen auch normal, in meinem Jobcenter werden davon wöchentlich dutzende beantragt.