Beiträge von Tamar

    350 Euro sind nicht mietfrei, das widerspricht sich. Und Eigenheimkosten von 700 Euro im Monat kann ich jetzt nicht glauben. Müll, Wasser, Abwasser, Schornsteinfeger usw. betragen doch keine 700 Euro im Monat. Also können die 350 Euro keine Kostenbeteiligung sein. Wo kommt dieser Betrag jetzt tatsächlich her?

    Die anderen Unterlagen sind nachzuweisen. Das ist auch unter Coronaregeln normal.

    Das sieht schlecht aus, da der Mietvertrag offensichtlich nicht mit einer echten Mietzinsforderung verbunden ist, denn du zahlst ja nun schon länger keine Miete mehr, ohne, dass es zur Wohnungskündigung oder Räumungsklage gekommen ist. Das mit einem Darlehen zu erklären, wird wohl angesichts dessen, dass dieses Darlehen einem Fremdvergleich nicht standhält (du hattest gar keine Sicherheiten), nicht reichen.

    Ist der Vermittlungsvorschlag mit oder ohne Rechtsfolgenbelehrung? Wenn mit, dann solltest du dich durchaus bewerben, sonst droht eine Sanktion. Mit dem WBA hat das aber nichts zu tun.

    Übrigens: Wenn deine beschriebenen gesundheitlichen Probleme so stimmen, dann ist Schweißer garantiert kein leidensgerechter Beruf. Auch dort wird unter Hitze mit Maske gearbeitet und es ist keine rückenschonende Arbeit.

    Der Schuldnerberater kann maximal eine Meinung haben.

    Das Bundessozialgericht hat hohe Maßstäbe an Mietverträge unter Verwandten gelegt. Die Tatsache, dass er bereits 5 Monate Mietschulden hat, ohne, dass ihr ihn fristlos gekündigt und Räumungsklage erhoben habt, zeigt, dass der Mietvertrag gar nicht gelebt wird.

    Wieso reicht nicht eine einfache Beteiligung nach Kopflast aus? Also Müll, Abwasser etc. durch 3 Personen und gut? Denn das ist der vom BSG bei Haushaltsangehörigen bestimmte Normalfall.

    Wann wird das Studium voraussichtlich beendet und hast du bereits eine abgeschlossene Ausbildung?

    Wenn es bis zum Ende des Studiums noch lange dauert und du schon eine Ausbildung hast, sieht es tatsächlich schlecht aus. Vom ALG2 bist du gem. § 7 Abs. 5 SGB II ausgeschlossen und für die Sonderfälle nach § 27 SGB II muss es eine Härte (kurz vor Abschluss usw.) geben.

    Ob die minderjährigen Kinder Anspruch haben, kann man nicht so einfach beantworten. Zumeist decken Kinder einen Großteil ihres Lebensunterhalts bereits durch Unterhalt/Unterhaltsvorschuss und Kindergeld. Das Gros des fehlenden Geldes dürfte bei dir liegen.

    Die Reparatur wird vom Jobcenter übernommen, denn deine monatlichen Kosten dürften wohl unterhalb der Angemessenheit der Kosten der Unterkunft für eine vergleichbare Mietwohnung liegen. Rechtsgrundlage ist §22 Absatz 2 SGB II. Ein Kostenvoranschlag ist sicher hilfreich, der Antrag kann formlos gestellt werden. Wenn das Jobcenter noch was benötigt, meldet es sich sicher.

    Wartungskosten sind ganz normale Nebenkosten wie Wasser, Abwasser, Müll usw. und werden als Kosten der Unterkunft im Monat der Fälligkeit berücksichtigt.

    Das ist alles sehr unklar und verworren. Es wird niemand einfach abgemeldet. ALG2 wird entweder aufgehoben oder versagt und dazu gibt es auch Bescheide. Kannst du diese (bitte nur als PDF) anonymisiert hochladen?

    So recht verstehe ich auch nicht, wieso du bei einer ungerechtfertigten Verweigerung der Leistungen nichts unternimmst und das anscheinend einfach akzeptierst?

    Sind die Vermittlungsvorschläge mit einer Rechtsfolgenbelehrung versehen? Wenn ja und sie zumutbar sind, wäre die Folge einer Ablehnung eine Sanktion, so, wie es auch der Rechtsfolgenbelehrung zu entnehmen ist. Sind sie ohne Rechtsfolgenbelehrung, dann ist es dir überlassen, dich dort zu bewerben oder nicht.

    Ggf. solltest du aber tatsächlich darüber nachdenken, eventuell eine abhängige Beschäftigung aufzunehmen. Vielleicht kann man auch Selbstständigkeit und (Neben) Job kombinieren.

    Es gibt kein "mein ALG2". ALG2 ist immer für die Bedarfsgemeinschaft. Und zu der gehört auch deine Frau. Da das Kind bereits 3 Jahre alt ist, ist ihr Arbeit (auch über 450 Euro hinaus) zumutbar:

    (1) Einer erwerbsfähigen leistungsberechtigten Person ist jede Arbeit zumutbar, es sei denn, dass

    ...


    3.die Ausübung der Arbeit die Erziehung ihres Kindes oder des Kindes ihrer Partnerin oder ihres Partners gefährden würde; die Erziehung eines Kindes, das das dritte Lebensjahr vollendet hat, ist in der Regel nicht gefährdet, soweit die Betreuung in einer Tageseinrichtung oder in Tagespflege im Sinne der Vorschriften des Achten Buches oder auf sonstige Weise sichergestellt ist; die zuständigen kommunalen Träger sollen darauf hinwirken, dass erwerbsfähigen Erziehenden vorrangig ein Platz zur Tagesbetreuung des Kindes angeboten wird,


    Eine schwierige Kinderbetreuung wird das JC nicht sehen, du bist doch auch noch da.

    Eine Eingliederungsvereinbarung soll (also in der Regel immer) mit jedem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen abgeschlossen werden, § 15 SGB II. Da kein Ausnahmefall vorliegt, ist es nur logisch, dass das Jobcenter sich damit auch an deine Frau wendet. Denn durch deinen Antrag unterliegt auch sie den Rechten und Pflichten des SGB II. Es ist also nichts dreistes an der Handlungsweise des Jobcenters, sondern der ganz normale Ablauf, wenn ALG2 beantragt und bewilligt wurde.

    Nun, dann wird es natürlich noch schwieriger, eine Zustimmung zum Umzug zu bekommen. Schade, dass du das nicht gleich geschrieben hast, du kannst doch keine korrekte Antwort erhalten, wenn du etwas so wichtiges nicht gleich mitteilst.

    Es geht um die Prüfung, ob tatsächlich ein Anspruch auf Beihilfe vorliegt oder nur auf Darlehen. Und dass man so gar nichts anschafft, in 10 Jahren nichts kaputt gegangen sein soll, klingt nunmal nicht glaubwürdig. Auch mit geringerem Einkommen geht mal ein Kühlschrank, Herd, Staubsauger etc. kaputt und muss ersetzt werden.

    Ich würde das Geld meinem Vater geben also bereicher ich mich nicht und mein Vater schon garnicht.

    Und wieso soll dein Vater mehr bekommen als die anteiligen tatsächlichen Kosten? Wenn er nur 84 Euro im Monat an Kosten zahlen muss, ist dein Anteil nunmal 28 Euro. Strom, Internet usw. musst du ihm aus dem Regelsatz was dazu zahlen, denn dafür ist der Regelsatz auch mit gedacht.

    Wenn man mehr bekommt, als was kostet, ist das keine Bereicherung?!

    Ich bin Ü25, da besteht keine Unterhaltspflicht mehr und deshalb muss mein Vater uns kein kostenloses Wohnen gewähren.

    Nun, dann zieh aus. Das steht dir frei. In meinem Bekanntenkreis kenne ich jedenfalls niemanden, der von seinen erwachsenen Kindern mehr als den Kostenanteil verlangt. Besonders nicht, wenn die Kinder entsprechend helfen, weil es die eigene Gesundheit nicht mehr hergibt.

    Außerdem, kommen wir mal hierzu:

    Ich glaub das Haus gehörte immer meinem Vater sicher bin ich mir nicht, ich frag Ihn mal.

    Wofür ist das wichtig.

    Für die Frage, ob dir nicht ein Teil des Hauses gehört. Wenn nämlich die Mutter verstorben ist, ihr die Hälfte des Hauses gehört hat und es kein Testament gibt, gehört das Haus zum Teil dir und deinem Bruder. Schon allein deshalb wäre Mietvertrag oder Kostenbeteiligungsvereinbarung sittenwidrig, weil ein unzulässiger In-Sich-Vertrag.

    Anhand der fehlenden Rechnungen kannst du schon mal sehen wie chaotisch es hier Zuhause ist.

    Ja? Was fehlt denn? Außer Müll und ggf. Abwasser?

    Also ich kann mir auch nicht vorstellen, dass in den 10 Jahren nichts mehr an Hausrat und Möbel angeschafft wurde. Der Güterstand ist nunmal zu trennen und man kann nicht einfach zu Lasten des Sozialleistungsträgers auf sein Recht verzichten.

    Anscheinend ist hier einiges nicht glaubwürdig für das JC. Mangels genauer Umstände kann man das aus der Ferne schlecht beurteilen.